Vana zu Entsenderichtlinie: “Vorläufige Einigung ist Schritt in Richtung eines sozialeren Europas”

Rechtssicherheit für ArbeitnehmerInnen stärken

Brüssel (OTS) – In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag haben das Europäische Parlament, die EU-Kommission und der Rat bei den Verhandlungen über die Überarbeitung der Entsenderichtlinie eine vorläufige Einigung erreicht. ArbeitnehmerInnen, die in einem anderen EU-Mitgliedstaat als ihrem Herkunftsland eine Dienstleistung erbringen, sollen in Zukunft nicht nur vom Mindestlohn, sondern auch von ortsüblichen Tarifverträgen profitieren und rechtssicheren Anspruch auf Zulagen für Reise, Unterkunft und Verpflegung erhalten.

Monika Vana, Vizepräsidentin der Grünen/EFA-Fraktion und Mitglied im Sozialausschuss des Europäischen Parlaments, kommentiert: „Die vorläufige Einigung ist ein Schritt in Richtung eines sozialeren Europas. Die überarbeitete Entsenderichtlinie schützt entsandte Arbeitskräfte besser vor Ausbeutung. Entsandte Arbeitskräfte werden lokalen ArbeitnehmerInnen gleichgestellt. Ich freue mich, dass die grüne Forderung nach mehr Rechtssicherheit für Scheinentsandte durchgesetzt werden konnte. Gegen Briefkastenfirmen und andere dubiose Geschäftsmodelle können wir endlich entschiedener vorgehen. Das ist ein guter Erfolg für den Schutz entsandter Arbeitskräfte.“

Hintergrund: In Kernfragen stimmen Europäisches Parlament, Rat und Europäische Kommission überein, Detailfragen werden in weiteren Verhandlungen geklärt. Der nächste Verhandlungstermin ist der 19. März 2018.