Korun/Vana: AsylwerberInnen nach sechs Monaten legal arbeiten lassen ist sinnvoll

Bundesregierung umgeht derzeit gültige EU-Richtlinie

Wien – „Derzeit sind Schutzsuchende monate- und jahrelang zum Nichtstun gezwungen und dürfen sich gar nicht selbst versorgen. Es ist höchste Zeit, diese Unsinnigkeit zu überdenken und ihnen spätestens nach sechs Monaten zu erlauben, legal zu arbeiten”, so die Grüne Europaabgeordnete Monika Vana und Menschenrechtssprecherin Alev Korun.

„Geltendes EU-Recht besagt, dass AsylwerberInnen nach neun Monaten einen vollen (“effektiven”) Zugang zum Arbeitsmarkt haben müssen. Dieser Mindeststandard wird von der österreichischen Regierung derzeit umgangen, da man AsylweberInnen vom regulären Arbeitsmarkt ausschließt – also eben keinen effektiven Arbeitsmarktzugang gewährt. Damit bleiben sie auf Saisonarbeit beschränkt. Damit muss Schluss sein. Denn gerade AsylwerberInnen können in Österreich durch ihre mitgebrachten Qualifikationen einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten und sich selbst versorgen – auch schon im Asylverfahren. Darüber hinaus trägt finanzielle Unabhängig zu einer besseren Integration von Menschen bei“, betont Vana.

“Der klassische “Nein-Reflex” der ÖVP bei konstruktiven Arbeitsmöglichkeiten für Asylsuchende macht wenig Sinn – denn diese würde nicht nur Asylsuchenden ermöglichen, sich selbst zu erhalten, sondern sie auch zusätzlich motivieren, möglichst rasch Deutsch zu erlernen. Es wäre ein Riesenschritt für ein besseres Zusammenleben. Gleichzeitig wäre es ein Plus für alle Seiten – denn Asylsuchende würden ohnehin solche Jobs übernehmen, für die keine hier lebenden BürgerInnen gefunden wurden. Es ist höchste Zeit, einen Schitt in eine produktive Zukunft zu tun – auch die ÖVP ist dazu herzlich eingeladen”, fasst Alev Korun zusammen.