Vana: Deutliches Zeichen gegen Hass, Gewalt und Sexismus im Internet

Europaparlament beschließt Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern im digitalen Zeitalter

Brüssel (OTS) – Der heute vom Europaparlament beschlossene Bericht zur Stärkung von Frauen im digitalen Zeitalter setzt ein klares Zeichen für Gleichstellung von Frauen und Männern im digitalen Binnenmarkt. Zentrale Forderungen sind unter anderem gezielte Investitionen zu Frauenförderung in der Technologiebranche, die Senkung des Gender Gaps oder das Sichtbarmachen von Frauen im IKT-Sektor, etwa durch die Vergabe von Stipendien. Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen spielt im Bericht eine zentrale Rolle.

„Mit der heutigen Abstimmung haben wir über Fraktionsgrenzen hinweg ein deutliches Zeichen gesetzt: Hass, Sexismus, Rassismus und verbale Angriffe müssen auch im Internet konsequent bekämpft werden. Hasskommentare, Diffamierungen und Drohungen im Internet gehören für viele Menschen, vor allem für Frauen, zum Alltag. Das muss sich ändern. Wir dürfen nicht akzeptieren, dass Kommentarspalten, Social-Media-Kanäle und Blogs zu reinen Beschimpfungsforen verkommen. Deshalb wollen wir Internet-Plattformen und Initiativen unterstützen, die sich gegen Hass und Gewalt einsetzen“, betont die Grüne Europaabgeordnete Monika Vana

Im Internet nehmen Gewalt, Drohungen, Stalking, Mobbing und auch Cybersexismus stark zu. Die Mehrheit der Betroffenen sind Frauen. Bei Cyberstalking stehen überwiegend männliche Täter (80%) weitgehend weiblichen Opfern gegenüber (ca. 80%). Eine Studie der Fundamental Rights Agency (FRA) aus dem Jahr 2012 hat gezeigt, dass 11% der 42.000 Befragten Frauen in den 28 EU-Mitgliedsstaaten bereits eine Form von Gewalt im Internet erfahren haben.

Laut EU-Kommission kann die Schaffung eines digitalen Binnenmarktes jährlich 415 Milliarden Euro zur europäischen Wirtschaft beitragen, weshalb Digitalisierung zu einer Priorität erklärt wurde. „Obwohl neue Kommunikationstechnologien und die zunehmende Digitalisierung Chancen mit sich bringen, dürfen Gefahren wie Diffamierungen oder Sexismus im Internet nicht außer Acht gelassen werden. Deshalb haben wir im Europaparlament heute klare Schritte zur Gleichstellung von Frauen und Männern im Bereich der Digitalisierung beschlossen“, stellt Vana klar.