Vana: “EU-Arbeitsbehörde für stärkeren Schutz von mobilen ArbeitnehmerInnen”

Neue Behörde gegen Briefkastenfirmen, Scheinselbstständigkeit und andere betrügerische Geschäftsmodelle in der EU

Straßburg (OTS) – Die Verhandlungen über die Europäische Arbeitsbehörde wurden soeben abgeschlossen. Das Europäische Parlament, der Rat und die Europäische Kommission einigten sich auf stärkeren Schutz für grenzüberschreitend tätige ArbeitnehmerInnen. Die Europäische Arbeitsbehörde soll Briefkastenfirmen, Scheinselbstständigkeit und andere betrügerische Geschäftsmodelle in allen EU-Mitgliedstaaten aufspüren und bei grenzüberschreitenden Konflikten bei Arbeitsmobilität zwischen nationalen Behörden vermitteln und mit den Sozialpartnern in den EU-Mitgliedstaaten zusammenarbeiten. Die Einigung muss noch final vom Europäischen Parlament und dem Rat beschlossen werden.

Monika Vana, stellvertretende Vorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, begrüßt das Verhandlungsergebnis:

„Die Europäische Union wird ein Stück sozialer. Die EU-Arbeitsbehörde schließt eine Lücke bei der europäischen Arbeitsmobilität und schützt grenzüberschreitend tätige ArbeitnehmerInnen vor Ausbeutung durch kriminelle Netzwerke. Der Schutz grenzüberschreitend arbeitender Menschen macht künftig nicht mehr an nationalen Grenzen Halt. Briefkastenfirmen, Scheinselbstständigkeit und andere betrügerische Geschäftsmodelle haben weniger Chancen, durch unklare Kompetenzen in der EU unterzugehen. Wir Grünen/EFA setzen auf enge Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern, um zwielichtigen Machenschaften bei der Arbeitsmobilität ein Ende zu bereiten.”