Vana: „Europaparlament fordert Maßnahmenpaket für besseren Arbeitsmarktzugang für Frauen“

Adäquater Ersatz für Mutterschutz-Richtlinie notwendig

Straßburg – Das Europaparlament hat heute Empfehlungen an die Kommission gerichtet, die in die Erarbeitung des Maßnahmenpakets zur so genannten Work-Life-Balance einfließen sollen. Es soll EU-weit zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie führen sowie den Zugang zum Arbeitsmarkt für Frauen erleichtern.

„Seitdem die Mutterschutz-Richtlinie letztes Jahr von der EU-Kommission zurückgezogen wurde, warten wir auf einen adäquaten Ersatz, der in Form der Work-Life-Balance versprochen wurde. Mit den heute beschlossenen Empfehlungen weisen wir Kommission und Rat den Weg für engagierte Maßnahmen wie etwa eine verpflichtende Väterzeit, Individualisierung des Anspruches auf Elternurlaub und die Anerkennung von LGBTI-Familien“, so die Grüne Europaabgeordnete Monika Vana, Mitglied im Frauenausschuss des EP.

„Die Europa 2020-Ziele sehen ganz klar eine Steigerung der Erwerbstätigkeit von Frauen auf 75% vor. Derzeit liegt sie im EU-Schnitt bei 63,5%. Wir brauchen deshalb dringender denn je eine Reform der Mutterschutzrichtlinie, einen rechtlichen Rahmen für Väterzeit sowie endlich einen Richtlinien-Vorschlag zur Pflegefreistellung. Das könnte mit dem neuen Maßnahmenpaket zur Work-Life-Balance abgedeckt werden“, betont Vana.