Vana: „Soziale Ausbeutung EU-weit bekämpfen“

Kommissionspräsident Juncker kann gleich beweisen, dass er soziales Europa ernst nimmt

„Der heute im Europaparlament behandelte Bericht zu Sozialdumping benennt das Kernproblem nur am Rande: Es geht um soziale Ausbeutung von ArbeitnehmerInnen in vielen unterschiedlichen Branchen wie Landwirtschaft, Gastronomie oder Pflege. Vor allem mobile ArbeitnehmerInnen sind in vielen Fällen systematischer Ausbeutung ausgeliefert. Das muss ein Ende haben und kann nur auf EU-Ebene geregelt werden,“ betont die Grüne Europaabgeordnete Monika Vana, Mitglied im Sozialausschuss des EP.

„Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat heute bei seiner Rede zur Lage der Union selbstkritisch erkannt, dass mehr Schritte für ein sozialeres Europa gesetzt werden müssen. Wie ernst er es damit meint, muss er jetzt beweisen. Wir Grüne haben schon viele Wege aufgezeigt, wie dieses Ziel erreicht werden kann. Ganz grundsätzlich treten wir für eine Sozialunion ein, mit unter anderem europaweiten, gesetzlichen Mindestlöhnen und gemeinsamen Standards bei der Unterstützung von Menschen in Arbeitslosigkeit. Diese Mindeststandards müssen für alle in einem Land tätigen ArbeitnehmerInnen gelten“, so Vana.