Vana zu Globalisierungsfonds: „In sichere, ökologisch nachhaltige Arbeitsplätze investieren“

Grüne im Europaparlament fordern Reform des Fonds

Straßburg – Das Europaparlament hat heute einen Bericht zu den Tätigkeiten des Europäischen Globalisierungsfonds behandelt. „Für uns Grüne ist der Globalisierungsfonds ein wichtiges sozial- und arbeitsmarktpolitisches Steuerungsinstrument, wenn Menschen aufgrund der Folgen von Globalisierung oder Wirtschaftskrise ihren Job verlieren und in die Armutsfalle geraten, da er ArbeitnehmerInnen direkt zu Gute kommt. Der Fonds kann aber die Folgen einer fehlgeleiteten Handelspolitik oder falscher Konzernstrategien nicht auffangen. Angesichts der Rekordarbeitslosigkeit sind die vorhanden Mittel ohnehin nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und müssen zielgerichtet eingesetzt werden. Sie sind nicht dazu da, um kurzfristig Finanzlöcher von großen Unternehmen zu stopfen, sondern strategisch in nachhaltige Integration von ArbeitnehmerInnen zu investieren“, betont die Grüne Europaabgeordnete Monika Vana, Mitglied im Sozialausschuss des EP.

Der Fonds verfügt über ein maximales Jahresbudget von 150 Millionen Euro. „Das ist viel zu wenig, wir brauchen dringend eine Erhöhung. Aus Grüner Sicht ist es notwendig, dass die Mittel vor allem in nachhaltige, sichere Arbeitsplätze, Green Jobs und Zukunftsbranchen fließen. Besonders Frauen, die von der Wirtschaftskrise am stärksten betroffen sind, müssen vom Fonds profitieren“, sagt Vana.

Zwischen 2007 und 2014 wurden mehr als 122.000 ArbeitnehmerInnen aus Mitteln des EGF unterstützt. Nach Österreich sind bisher insgesamt mehr als 22 Millionen Euro geflossen. Unterstützt wurden Beschäftigte aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie Soziale Dienstleistungen oder Straßenbau. “Insgesamt braucht es als Ergänzung zu einer verstärkten, aktiven Arbeitsmarktpolitik mehr Präventionsmaßnahmen, mehr beschäftigungswirksame Investitionen und öffentliche Dienstleistungen, den Ausbau der Kinderbetreuung und europaweite Mindestlöhne“, so Vana abschließend.