Vana/Dziedzic: „Frauenarmut, Gender Pay Gap und sexueller Gewalt endlich Riegel vorschieben“

Grüne fordern zu Frauentag, dass Gleichstellungspolitik zu oberster Priorität wird

Wien (OTS) – Jedes Jahr macht der internationale Frauentag am 8. März darauf aufmerksam, dass die Gleichstellung von Frauen und Männern noch immer nicht realisiert wurde. Nach wie vor sind Frauen im Alltag von Diskriminierung betroffen: von Einkommen über Armut bis zu sexueller Gewalt und Machtmissbrauch, wie die MeToo-Kampagne in den letzten Monaten gezeigt hat.

Die Grüne Bundesrätin und Frauensprecherin Ewa Dziedzic sieht deshalb großen Handlungsbedarf für die Österreichischen Bundesregierung: „Es wirkt so, als wäre Frauenpolitik für die Bundesregierung unbedeutend, wenn nicht sogar lästig. Auf aktuelle Probleme von Frauen wird im Regierungsprogramm kaum eingegangen und manche geplanten Maßnahmen bedeuten sogar einen Rückschritt für mitunter hart erkämpfte Rechte. Auch der Umstand, dass niemand von den weiblichen Regierungsmitgliedern das anstehende Frauen-Volksbegehren unterstützt, lässt darauf schließen, dass Frauenpolitik keinen Stellenwert in der Regierung hat.“

Monika Vana, Vizepräsidentin der Grünen Fraktion im Europaparlament, betont: „Sexuelle Gewalt ist nach wie vor ein großes gesellschaftliches Problem. Aus einer Untersuchung der Europäischen Grundrechteagentur wissen wir, dass rund ein Drittel aller Frauen in der EU schon zumindest einmal in ihrem Leben Opfer sexueller Gewalt wurden. Wir fordern deshalb eine Null-Toleranz-Politik bei Fällen sexueller Belästigung und die volle Umsetzung der Istanbul Konvention zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen – sowohl auf EU-Ebene als auch in allen Mitgliedstaaten. Außerdem braucht es eine Neuauflage der 2015 ausgelaufenen EU-Gleichstellungsstrategie, die Umsetzung der Mutterschutzrichtlinie sowie eine Frauenquote für Aufsichtsräte von Unternehmen.“

„Wir Grüne setzen uns seit jeher für die Gleichstellung und Selbstbestimmtheit von Frauen ein und appellieren an die Österreichische Bundesregierung, ebenfalls einen Beitrag für eine geschlechtergerechtere Zukunft zu leisten. Frauenpolitik muss sowohl in Österreich, als auch auf EU-Ebene oberste Priorität haben“, so Vana und Dziedzic abschließend.