Vana/Meinhard-Schiebel: “Jetzt Gender Pension Gap schließen”

 Grüne fordern angemessene staatliche Mindestpensionen für Frauen

Straßburg (OTS) – Das Europaparlament stimmt heute über einen Bericht zum so genannten  “Gender Pension Gap” ab, dem Einkommensunterschied von Frauen und  Männern in der Pension. Die Zahlen zeigen, dass dieser in der EU bei  alarmierenden 40 Prozent liegt und damit weit über dem Gender Pay Gap.

Die  Grüne Europaabgeordnete Monika Vana, Mitglied im Frauenausschuss, sieht  akuten Handlungsbedarf: “Die fehlende Gleichstellung von Frauen macht  sich im Alter besonders bemerkbar. Österreich liegt im EU-Vergleich mit  39% besonders schlecht, nämlich an fünftletzter Stelle. Wir fordern  deshalb eine umfassende Strategie gegen Frauenarmut im Alter, die nicht  nur bei den Pensionen ansetzt. Es braucht während dem gesamten  Berufsleben gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit und es muss Schluss  sein mit dem Abdrängen in Teilzeitarbeit. Dafür ist eine Neuauflage der EU-Gleichstellungsstrategie für die Jahre 2016-2020 dringend notwendig,  die die Kommission seit 2015 verabsäumt hat vorzulegen.

Birgit  Meinhard-Schiebel, Landtagsabgeordnete und Generationensprecherin der  Wiener Grünen: “Frauen geraten während ihrer Erwerbstätigkeit sehr oft  in die Situation, wegen der Übernahme von Kinderbetreuung, aber  besonders auch durch Pflege und Betreuung, ihre Erwerbsarbeit  einschränken zu müssen. Die Auswirkungen auf ihre Pensionsansprüche  haben meist dramatische Ausmaße, die selten in ihrer ganzen Dimension  absehbar sind. Die Möglichkeiten, sich durch eine freiwillige  Weiterversicherung in solchen Lebensphasen abzusichern, sind auf keinen  Fall ausreichend, um beim Pensionsantritt nicht in die Armutsfalle zu  geraten.

„Wir Grüne setzen uns deshalb ganz  besonders dafür ein, dass angemessene und existenzsichernde staatliche  Mindestpensionen ausbezahlt werden. Nur so kann Frauenarmut im Alter  verhindert werden”, so Vana und Meinhard-Schiebel abschließend.