Vana anlässlich des morgigen Internationalen Frauentages: „Backlash bekämpfen, Gleichstellung fördern!“

Mindesteinkommen, Care Deal und Zero Tolerance bei Gewalt zentrale Forderungen auf EU-Ebene

Brüssel (OTS) – „Der morgige Frauentag am 8. März ist vor allem eines: Eine klare Botschaft dafür, dass die Benachteiligung von Frauen und Mädchen eine strukturelle ist und Ungleichheit und Diskriminierung immer noch in vielen Bereichen an der Tagesordnung. Unsere Forderungen sind über 110 Jahre nach dem ersten Frauentag erschreckend aktuell: Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, Arbeitszeitverkürzung, sozialer Schutz und existenzsichernde Pensionen“, betont Monika Vana, Delegationsleiterin der Österreichischen Grünen im Europaparlament, die Bedeutung des Frauentages.

„Auf EU-Ebene sitzen wir an diesen großen Hebeln: Mit dem Beschluss über einen europaweiten Mindestlohn, die Richtlinie zur Lohntransparenz oder zu Frauenquoten in Aufsichtsräten wurden diese Legislaturperiode wichtige Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen gesetzt. Aktuell starten wir Grüne auf meine Initiative eine Kampagne gegen Periodenarmut, in der wir anlässlich des Frauentages die Kommission auffordern, Vorschläge zu erarbeiten, den Zugang von Mädchen und Frauen zu leistbaren Menstruationsartikeln zu gewährleisten“, so Vana.

„Weiterhin oberste Priorität auf der Agenda müssen die rasche Verabschiedung der Richtlinie gegen Gewalt gegen Frauen, die Verankerung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit in der Grundrechtecharta, sowie das Vorantreiben eines Care Deals als Ergänzung zum Green Deal sein. Keine Klimagerechtigkeit ohne Geschlechtergerechtigkeit und ohne Sozialunion!“, nimmt Vana als Mitglied des Frauen- und Gleichstellungsausschusses im Europaparlament die EU auch weiterhin als Treiberin aktiver Gleichstellungspolitik in die Pflicht: „Es braucht massive Investitionen in Gesundheit, Pflege und Sorgearbeit, sowie die Einführung eines EU-weiten Mindesteinkommens, um den Gender Gap von Frauen zu verringern. Wir erleben in immer mehr Mitgliedstaaten einen alarmierenden rechts-konservativen Backlash, den multiplen Krisen fallen vielerorts zuerst die Frauenrechte zum Opfer. Anlässlich des Internationalen Frauentages müssen wir also laut und deutlich verlangen: Kein Rabatt auf Frauenrechte! Gleichstellung als klare Priorität der EU!“