Vana appelliert in Zeiten der Wohungskrise: „Wohnen muss wieder leistbar werden!“

Appell an Europas Wohnungsbauminister:innen, Energiearmut, Obdachlosigkeit und Spekulation zu bekämpfen

Brüssel (OTS) – Die Fraktion der Grünen im Europaparlament ruft die EU-Wohnungsbauminister:innen anlässlich der andauernden Wohnungskrise zum Handeln auf und pocht auf die rasche Umsetzung der im Zuge der Kampagne „Bessere Einkommen, sicherere Wohnungen“ formulierten Forderungen, die zur Entschärfung der Situation beitragen sollen.

Monika Vana, Delegationsleiterin der Österreichischen Grünen im Europaparlament und Unterstützerin dieser Initiative, über den Appell an die EU-Wohnungsbauminister:innen: „Die Krise, in der sich viele Menschen nach Monaten hoher Inflation und explodierender Energiekosten befinden, ist eine existenzielle. EU-weit leben mehr als 900.000 Menschen auf der Straße, weitere 125 Millionen Menschen in der EU sind akut von Energiearmut betroffen. Die Wohnungskrise lastet auf den Schultern der jungen Leute, treibt insbesondere Frauen in eine prekäre Situation, und führt nicht zuletzt zu steigender sozialer Ungleichheit.“

„Als Europäisches Parlament fordern wir, Wohnen als Menschenrecht anzuerkennen und zur Priorität auf der politischen Agenda zu machen. Seit 2021 liegen mit dem Bericht des Europäischen Parlaments über den Zugang zu angemessenem und erschwinglichem Wohnraum für alle konkrete Vorschläge auf dem Tisch, die Umsetzung konkreter Maßnahmen steht jedoch aufgrund des fehlenden politischen Willens einiger Mitgliedstaaten weiterhin aus. Auch in der Konferenz zur Zukunft Europas haben Europas Bürger:innen weitreichende Forderungen im Bereich Wohnen ausgearbeitet. Unter anderem spricht sich die Konferenz in ihrem Abschlussbericht für eine Erleichterung direkter öffentlicher Investitionen in Wohnraum, für besseren Zugang zu bezahlbarem Wohnraum – vor allem auch für junge Menschen – und die Berücksichtigung von mangelhaften Wohnverhältnissen als negativen Gesundheitsfaktor aus.

Was es nun braucht, sind eine Erhöhung der Erschwinglichkeit, Beendigung der Obdachlosigkeit, Bekämpfung von Kurzzeitmieten, Bekämpfung der Spekulation und Förderung von Renovierungen mit EU-Investitionen“, verweist Vana auf eine Reihe von Kernanliegen.

„Anlässlich des heutigen Treffens der Wohnbau-Minister:innen in Lüttich appellieren wir an die Zuständigen, das EU-Ziel der Beendigung von Obdachlosigkeit bis 2030 konsequent umzusetzen. Die Bausteine für eine Sozialunion reichen dabei von der Beendigung von Energiearmut über die Einführung eines europaweiten Mindesteinkommens bis zu Investitionen in den sozialen und kommunalen Wohnbau“, so Vana abschließend.