Zum Holocaust-Gedenktag 2021

Der heutige Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau ist uns eine Mahnung, dass sich Rassenwahn und Völkermord niemals wiederholen dürfen. 

Adolf Hitler nutze bei seiner Machtergreifung 1933 den schwelenden Rassissmus und Antisemitismus der Mehrheitsbevölkerung aus. Innerhalb weniger Jahre baute er die von einer Wirtschaftskrise gebeutelte Gesellschaft in eine Kriegswirtschaft um und betrieb industrialisierten Völkermord. 

Heute befindet sich die Welt wieder in einer schwierigen Wirtschaftskrise. Neben Verzweiflung und Überdruss breiten sich durch die Corona-Pandemie auch Ressentiments, Verschwörungstheorien und Gewaltbereitschaft aus. Unter Corona-LeugnerInnen haben antisemitische Stereotype Hochkonjunktur. 

Dass sich absurderweise einzelne Corona-LeugnerInnen selbst in die Tradition von WiderstandskämpferInnen wie Sophie Scholl oder Opfern wie Anne Frank stellen ist eine Besudelung all jener, die von der NS-Terrormaschine ermordet wurden. 

Vor diesem Hintergrund ist es zu begrüßen, dass die Bundesregierung am 21. Jänner ihre Strategie gegen Antisemitismus vorgestellt hat, die schon der Europäische Rat im Vorjahr angeregt hatte und die u.a. auf die Zunahme antisemitischer Angriffe, wie jenen in Graz im August, reagiert. Mit zahlreichen Bildungsinitiativen und intensiver zivilgesellschaftlicher Vernetzungsarbeit, europaweitem Datenaustausch und verstärktem Schutz jüdischer Einrichtungen soll gegengesteuert werden. Enthalten ist auch die Strafverfolgung aller Arten antisemitischer Vorfälle.

Gerade in diesen Tagen braucht es eine wache Politik & Zivilgesellschaft, die entschieden gegen Antisemtismus vorgehen!

Nie wieder!